Google Ads · Ausschlüsse bewusst wählen
Negative Keywords: unpassende Anfragen gezielt ausschließen
Negative Keywords verhindern Anzeigen bei Suchanfragen, die zum gewählten Ausschluss passen. Google-Hilfe
Beginne mit deinem Angebot: Welche Anfrage kannst du bedienen, welche nicht? Wähle erst danach die auszuschließenden Wörter, die negative Keywordoption und ihren Geltungsbereich. Prüfe vor dem Speichern eine ausdrücklich gewünschte Anfrage als Gegenprobe.
Welche Anfrage passt zu deinem Angebot?
Für diesen Artikel nehmen wir eine fiktive Werkstatt an: Sie repariert Fahrräder gegen Bezahlung und erstellt kostenlose Kostenvoranschläge. Fahrräder vermietet oder verkauft sie nicht. Damit ist „kostenlos“ allein noch kein sinnvoll begründeter Ausschluss.
Suchbegriffe sind Nutzereingaben; Keywords hinterlegst du im Konto. Öffne Kampagnen → Statistiken und Berichte → Suchbegriffe. Quelle
| Suchanfrage | Entscheidung und Grund |
|---|---|
fahrrad mieten | Ausschluss prüfen: Die Werkstatt vermietet keine Fahrräder. |
fahrrad reparatur kosten | Behalten und prüfen: Preisfragen passen zur bezahlten Reparatur. |
fahrrad reparatur kostenvoranschlag kostenlos | Schützen: Der kostenlose Kostenvoranschlag gehört ausdrücklich zum Angebot. |
Datenschutzbedingt fehlen seltene Anfragen; aggregierte Statistiken zeigen nicht immer deren Wortlaut. Quelle
Begriffe aus einer vorgelagerten Keyword-Recherche kannst du als Kandidaten sammeln. Begründe jeden Ausschluss dennoch am konkreten Angebot. Eine fremde Branchenliste liefert diese Entscheidung nicht.
Welche Wörter soll der Ausschluss erfassen?
Bei der Werkstatt ist die Mietabsicht unpassend. Der Begriff „fahrrad“ allein wäre dafür zu grob: Er steht auch in gewünschten Reparaturanfragen. Vergleiche deshalb die negative Wortfolge fahrrad mieten und entscheide bewusst über ihre Option.
Weitgehend passend (Broad): alle Wörter, Reihenfolge beliebig. Passende Wortgruppe (Phrase): gleiche Wörter in Reihenfolge, Zusätze möglich. Genau passend (Exact): gleiche Wörter in Reihenfolge ohne Zusätze. Quelle
| Anfrage | Broad | Phrase | Exact |
|---|---|---|---|
fahrrad mieten | ✓ | ✓ | ✓ |
heute fahrrad mieten | ✓ | ✓ | — |
mieten fahrrad | ✓ | — | — |
fahrräder mieten | — | — | — |
— heißt: Dieser Ausschluss greift nicht; die Anzeige kann trotzdem ausbleiben.
Synonyme und Singular/Plural ergänzt du manuell; Groß-/Kleinschreibung und Rechtschreibfehler berücksichtigt Google automatisch. Quelle
Positive Google-Ads-Keywordoptionen betreffen gewünschte Reichweite. Ihre Wirkungsweise gilt nicht für Ausschlüsse.
Für welche Kampagnen gilt deine Entscheidung?
Ist eine Mietanfrage nur für die Reparaturkampagne unpassend, wähle dort den Ausschluss. Eine gemeinsam genutzte Liste kommt infrage, wenn dieselbe begründete Angebotsgrenze mehrere Kampagnen betrifft. Ein späteres Mietangebot wäre ein Anlass, diese Zuordnung neu zu prüfen.
Ausschlüsse auf Kontoebene betreffen relevantes Such- und Shopping-Inventar, auch innerhalb von Performance Max; nicht pauschal dessen gesamtes Inventar. Quelle
Für Display und Video gelten andere Ausschlussmechanismen als diese Suchregeln. Quelle
Nutze die Kontoebene in diesem Prüfweg nur für eine tatsächlich überall in diesem Geltungsbereich unpassende Anfrage. „Gilt für alle unsere Angebote“ ist eine weiter reichende Entscheidung als „passt nicht zu dieser Kampagne“.
Bleibt eine gewünschte Anfrage offen?
Die Gegenprobe der Werkstatt lautet fahrrad reparatur kostenvoranschlag kostenlos. Halte diese Anfrage neben deinen Ausschlusskandidaten, bevor du speicherst.
Negatives Broad kostenlos sperrt sie; Exact kostenlos nicht. Phrase fahrrad mieten greift ebenfalls nicht.
Das ist eine Ableitung der beschriebenen Regeln am fiktiven Beispiel, kein Test in einem Werbekonto. Im Beispiel löst ein engerer Ausschluss der Mietabsicht das Angebotsproblem; ein pauschaler Ausschluss von „kostenlos“ gefährdet dagegen den angebotenen Kostenvoranschlag.
Der Prüfweg in Worten: Angebot abgrenzen → tatsächliche Anfrage einordnen → Wörter, Option und Ebene wählen → gewünschte Anfrage gegenprüfen → Entscheidung dokumentieren. Passt der Ausschluss auch auf die gewünschte Anfrage, gehe zum dritten Schritt zurück.
Wie trägst du Ausschlüsse und Listen ein?
Wähle zuerst den beabsichtigten Geltungsbereich. Die folgenden Wege stammen aus der Google-Hilfe; sie beschreiben die dokumentierte Bedienung, keinen selbst durchgeführten Kontotest.
Kampagne oder gemeinsame Liste
Kampagnen → Keywords → Auszuschließende Keywords → Plus. Kampagne auswählen, je Zeile einen Ausschluss eingeben. Optional in einer neuen oder vorhandenen Liste speichern; anschließend Speichern. Quelle
Die negative Option bleibt Teil deiner Entscheidung. Prüfe sie zusammen mit den eingegebenen Wörtern; der Name einer Liste beschreibt noch nicht die Wirkung ihres Inhalts.
Unter Tools → Ausschlusslisten öffnest du das Register der Negativlisten. Markiere die Liste, weise die Kampagnen zu und bestätige die Übernahme. Quelle
Änderungen an einer gemeinsamen Liste wirken auf alle Kampagnen, denen sie zugeordnet ist. Quelle
Die Werkstatt sollte daher vor einer Listenänderung auch die übrigen zugeordneten Kampagnen durchgehen. Eine passende Reparaturanfrage darf nicht allein deshalb gesperrt werden, weil eine andere Kampagne ein engeres Angebot bewirbt.
Kontoebene
Admin-Symbol → Kontoeinstellungen → Auszuschließende Keywords → Plus. Je Zeile einen Ausschluss eingeben, Speichern; die Option lässt sich anschließend im Drop-down-Menü ändern. Quelle
Diese weit reichende Ebene verlangt die zuvor geprüfte globale Angebotsgrenze. Eine Liste mit branchentypischen Wörtern ersetzt diese Prüfung nicht.
Was hältst du fest und wann prüfst du nach?
Notiere für jede Entscheidung die beobachtete Anfrage, die Angebotsgrenze, die auszuschließenden Wörter, die negative Option, die Ebene und die betroffenen Kampagnen. Ergänze die gewünschte Gegenprobe, Datum und Änderungsgrund. Das ist eine redaktionelle Arbeitshilfe, keine von Google vorgegebene Protokollpflicht.
Prüfe nach, wenn sich das Angebot ändert oder neue Anfragen deine bisherige Einordnung infrage stellen. Beginnt die Werkstatt mit Fahrradvermietung, ist der alte Ausschluss neu zu bewerten. Lege den Kontrollrhythmus anhand deines Kontos fest; eine feste Drei-Tage-Regel ergibt sich aus diesem Modell nicht.
Eine Listenzuordnung entfernen: Kampagnen → Kampagnen, auswählen, Bearbeiten → Targeting bearbeiten → Listen mit auszuschließenden Keywords entfernen, Liste markieren, Anwenden. Das löst die Zuordnung, nicht die gesamte Liste. Quelle
Bleiben Abschlüsse bei einer passenden Anfrage aus, untersuche als nächste Frage die Conversionrate und den Weg zum Abschluss. Die fehlenden Abschlüsse allein begründen hier noch keinen Ausschluss der Anfrage.
Die Übersicht zu bezahlter Werbung ordnet dieses Thema in den größeren Marketingzusammenhang ein.
Weitere Einstiege für die Verbindung von Angebot, Marketing und Unternehmensentscheidungen findest du auf Marktdenker.
Drei Restfragen zu Suchbegriffsdaten
Warum bleiben ausgeschlossene Begriffe in Themenlabels?
Die Themen-/Unterthemenlabels der Statistiken zu Suchbegriffen verwenden Daten der letzten 56 Tage; inzwischen ausgeschlossene Begriffe sind möglich. Das belegt keine neue Ausspielung. Quelle
Warum kein Ausschluss im Berichtseditor?
Hier kannst du Keywords und Ausschlüsse nicht direkt hinzufügen. Nutze die normale Suchbegriffsansicht. Quelle
DSA/Shopping: Warum leeres Keyword trotz Exact-Label?
DSA und Shopping verwenden keine Keywords. „Genau passend“ ist hier ein Berichtslabel, keine negative Keywordoption. Quelle